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Was ist Stilometrie?
Die Stilometrie ist die computergestützte und statistische Analyse des individuellen Schreibstils eines Autors.
Man bezeichnet den Schreibstil auch als auktorialen Fingerabdruck. Er ist für jede Person einzigartig. Über ihn lässt sich somit ermitteln, wer der Verfasser eines Werkes ist. Wichtige Datenpunkte sind beispielsweise Wortwiederholungs- und Wortverteilungshäufigkeiten sowie Satzlängen und Interpunktion.
Wichtig ist Folgendes: Genauso wie über einen Fingerabdruck nicht das Erscheinungsbild eines Menschen rekonstruierbar ist, kann auch ein Text nicht durch die zur Analyse verwendeten Daten wiederhergestellt werden. Des Weiteren kommt zu keinem Zeitpunkt eine künstliche Intelligenz zum Einsatz. Der ursprüngliche Schöpfer behält so jederzeit die volle Kontrolle über seine Daten.
Wie funktioniert die stilometrische Analyse konkret?
Für die stilometrische Analyse wird der Text in einzelne Datenpakete zerlegt. Diese beinhalten jeweils spezifische Informationen wie die Satzlänge oder den Wortschatz eines Autors. Der Schreibstil lässt sich also in Zahlenwerten ausdrücken. Diese Werte sind analysier- und grafisch darstellbar.

Quelle: Orph Analytics
Das obige Diagramm bietet eine Orientierung. Analysiert wurden KI-generierte journalistische Texte aus dem Feld der Ökonomie (rot) bzw. Geschichte (türkis). Im Vergleich dazu die Texte eines echten Journalisten (blau). Die Länge der einzelnen Säulen beschreibt jeweils die verwendete Wortvariation. Je länger, desto kleiner der verwendete Wortschatz.
Der menschliche Autor verfügt durchweg über ein größeres Vokabular. Bemerkenswert ist auch, dass, obwohl die Texte in Rot und Türkis grundsätzlich unterschiedliche Themenstellungen haben, die Analyse ähnliche Ergebnisse hervorbringt. Die Wortwahl der KI ist also themen- und genreübergreifend gleich beschränkt. Das macht die stilometrische Analyse zu einem mächtigen Werkzeug in der Erkennung computergenerierter Texte.